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trendence Young Professional Barometer

trendence Young Professional Barometer

Im Rahmen der Studie Young Professional Barometer befragte trendence 18.000 Akademiker mit maximal zehn Jahren Berufserfahrung zu ihren Wunscharbeitgebern und Karriereplänen. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

Mehr offene Jobs, weniger Wechselbereitschaft

68 Prozent der Young Professionals haben in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen Job angeboten bekommen, im Schnitt waren es 4,2 Jobs. 2016 erhielten 64 Prozent durchschnittlich 3,6 Angebote. Verschärft wird der Engpass dadurch, dass immer weniger Young Professionals auf der Suche nach einem neuen Job sind. 2016 waren 22 Prozent aktiv auf der Suche nach einem neuen Job, in diesem Jahr wollen nur noch 17 Prozent den Job wechseln.

„Die Top-Talente müssen sich immer weniger um einen neuen Job bemühen. Immer häufiger werden sie direkt von Arbeitgebern oder Headhuntern angesprochen. Unternehmen müssen sich heute viel mehr anstrengen, um die richtigen Professionals auch wirklich zu bekommen“, erläutert trendence-Geschäftsführer Holger Koch die Situation am Arbeitsmarkt. „Das ist ein Problem für Arbeitgeber und eine Luxussituation für Top-Talente.“

Die größte Fluktuation ist bei Wirtschaftswissenschaftlern zu erwarten: Jeder Fünfte sucht aktiv einen neuen Job, gleichzeitig haben 72 Prozent der Young Professionals der Berufsgruppe im vergangenen Jahr mindestens ein Jobangebote erhalten. Das Brain-Drain-Risiko liegt 30 Prozent über dem anderer Berufsgruppen.

Automobilindustrie trotz Diesel-Affäre beliebteste Branche

Trotz der anhaltenden Schlagzeilen rund um die Diesel-Affäre bleibt die Automobilbranche unter den Young Professionals die mit Abstand beliebteste Branche. 54 Prozent wollen einen Job in der Automobilbranche, für nur 10 Prozent kommt die Branche auf keinen Fall infrage. Das zeigt sich auch im Ranking der Top-Arbeitgeber: Alle fünf Top-Arbeitgeber der Young Professionals kommen aus der Automobilbranche: BMW führt das Ranking vor Audi und der Bosch Gruppe an, gefolgt von Porsche und Daimler/Mercedes-Benz.

Die Branche ist für Young Professionals fast aller Berufsgruppen überaus attraktiv. In der Berufsgruppe Wirtschaft liegt die Automobilindustrie auf Rang 1, bei Technikern und Informatikern jeweils auf Rang 2 der populärsten Branchen. Die Gründe: In keiner anderen Branche sind die Gehälter so hoch und die Mitarbeiter so treu und zufrieden mit ihrem Arbeitgeber wie in der Automobilbranche. „Für die Young Professionals zählen die konkrete Arbeitssituation und die Zusatzleistungen, die ihnen ihr Arbeitgeber bietet, mehr als das Ansehen der Branche nach außen“, so Holger Koch. Wenig attraktiv für Young Professionals sind hingegen die Branchen Medien und Werbung sowie Banken und Versicherungen.

Die beliebtesten Arbeitgeber der Young Professionals

Digitale Talente übernehmen häufiger Führung

Digitals – das sind Young Professionals mit besonders ausgeprägtem digitalen Know-how, unabhängig von ihrer fachlichen Ausbildung – sind in Unternehmen häufiger mit Projekt-, Personal- oder Budgetverantwortung betraut als ihre Kollegen, die nicht im gleichen Maße über digitale Kompetenzen verfügen. „Digitals sind mit ihrer offenen und strategischen Denkweise für Führungspositionen wie geschaffen“, erklärt Holger Koch die Entwicklung. „Sie streben bereits im Studium nach Führungsaufgaben. Dieser Ehrgeiz und ihr Know-how werden belohnt.“ Allerdings stellen Digitals andere Anforderungen an Arbeitgeber als ihre Kollegen. Sie fordern mehr Innovation und Eigenverantwortung, flexibleres und ortsungebundenes Arbeiten mit agilen Methoden und mehr Gehalt.

Ihre Führungs- und Digitalkompetenzen machen sie besonders begehrt. Drei Viertel aller Digitals haben im vergangenen Jahr mindestens einen Job angeboten bekommen. Am besten gerüstet für die digitale Transformation sind aktuell die Branchen Telekommunikation und IT sowie Medien und Werbung. Zwei Drittel der Young Professionals dort zählen zu den Digitals. Den geringsten Anteil an digitalen Talenten unter den Mitarbeitern haben die Branchen Konsumgüter, Versorgung und Umwelt sowie die Automobilindustrie. Insgesamt sind 43 Prozent der Young Professionals Digitals.

Weitere Ergebnisse der Studie

  • Young Professionals mit akademischer Ausbildung erhalten im Schnitt ein Gehalt von 60.300 Euro brutto pro Jahr. Die höchsten Gehälter zahlt die Automobilindustrie. Die niedrigsten Gehälter bekommen Mitarbeiter im Öffentlichen Sektor. 
  • Frauen erhalten 17 Prozent weniger Gehalt als Männer. Die höchste Gender Pay Gap gibt es im Handel, die geringste im Öffentlichen Sektor. 
  • Young Professionals arbeiten im Schnitt 44 Stunden pro Woche. Die fleißigsten Mitarbeiter gibt es in der Consulting-Branche. Die wenigsten Arbeitsstunden leisten Mitarbeiter der Branche Versorgung und Umwelt.
  • 34 Prozent der Young Professionals sind sehr zufrieden mit ihrem aktuellen Arbeitgeber. Die zufriedensten Mitarbeiter hat die Automobilindustrie. Am schlechtesten schneidet der Handel ab.
  • 17 Prozent der Young Professionals sind aktiv auf der Suche nach einem neuen Job. Die wechselwilligsten Young Professionals arbeiten im Öffentlichen Sektor, die treuesten in der Branche Elektrotechnik und Elektronik.
  • 68 Prozent der Young Professionals haben in den vergangenen zwölf Monaten mindestens ein Jobangebot erhalten. Die begehrtesten Mitarbeiter arbeiten in der Consulting-Branche. Am seltensten werden Mitarbeiter im Öffentlichen Sektor mit einem Jobangebot angesprochen.
09/2017

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