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Karriere-Atlas 2018: Dresden schlägt Frankfurt

19. März 2018

Im Karriere-Atlas 2018 untersucht die Jobbörse Yourfirm die 14 größten deutschen Städte hinsichtlich ihrer Karrierechancen und bewertet sie in den Kategorien Arbeiten, Einkommen, Lebensqualität und Wohnen. In der Gesamtwertung siegt München vor Stuttgart, doch schon auf Platz 3 wartet die erste Überraschung: Dresden schlägt die Finanzmetropole Frankfurt. Ein Beleg für die anhaltende Dynamik der neuen Bundesländer, denn auch Berlin und Leipzig erreichen gute Plätze im Mittelfeld, während Düsseldorf, Hannover, Bremen, Essen und Dortmund auf den hinteren Plätzen landen.

Während die Wirtschaft im Süden Deutschlands boomt, verharrt in einigen Ballungsräumen die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau. Teils deutliche Unterschiede gibt es auch beim Gehalt, den Lebenshaltungskosten und der Lebensqualität. Welche Stadt sticht besonders hervor? Welche hinkt den Erwartungen hinterher? Wo gibt es besondere Karrierechancen? Antworten darauf gibt der aktuelle Karriere-Atlas 2018, für den die Jobbörse Yourfirm die 14 größten deutschen Städte (Kriterium: über eine halbe Million Einwohner) genauer unter die Lupe genommen hat. Da auch die sogenannten weichen Faktoren eine Stadt attraktiv machen, werden im Karriere-Atlas nicht nur umfangreiche Fakten zusammengetragen, sondern auch um Informationen aus weiteren Bereichen wie Sicherheit, Freizeit und Erholung sowie Verkehr ergänzt und die Besonderheiten der einzelnen Städte aufgezeigt. Abgerundet wird die Städtepräsentation mit einer Übersicht über die meistgesuchten Berufe in der jeweiligen Stadt.

Auf dem Siegertreppchen ganz oben landet München. Was wenig verwundert, schließlich geht die bayerische Landeshauptstadt aus den meisten Städtevergleichen als Siegerin her, dank der guten Infrastruktur, einem zukunftsträchtigen Branchenmix, dem ungebremsten Wirtschaftswachstum und den damit Hand in Hand gehend hohen Löhnen. Der Podestplatz ganz oben hat aber auch Schattenseiten: Der Run auf München sorgt für massive Engpässe auf dem Wohnungsmarkt und exorbitant hohe Miet- und Kaufpreise für Immobilien.

Auch die zweitplatzierte Stadt ist keine echte Überraschung: Stuttgart glänzt mit ähnlich guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Top-Gehältern, und schreckt mit ebenfalls hohen Wohnkosten ab, die allerdings im Durchschnitt noch deutlich vom Münchner Niveau entfernt sind.

Die Finanzmetropole Frankfurt schafft es trotz etlicher Top 3-Platzierungen in den Einzelkategorien im Gesamtranking nur auf Platz 4 - hinter Dresden. Die sächsische Metropole punktet mit einer Arbeitslosenquote, die teils deutlich unter West-Niveau liegt, einem starken Arbeitsplatz-Wachstum und dem höchsten Anteil an hochqualifizierten Beschäftigten in den neuen Bundesländern. Noch sind in Dresden - ebenso wie in Leipzig und Berlin - die Durchschnittsgehälter niedrig, aber die neuen Bundesländer holen auf. In allen drei Städten wächst das verfügbare Einkommen überproportional. Das höchste Plus (24,5 Prozent) verbuchen seit 2007 die Berliner Haushalte. Auf Platz 3 und 4 liegen Dresden und Leipzig mit einem Plus von 19,3 bzw. 18,9 Prozent. Zum Vergleich: In Bremen ist das real verfügbare Einkommen gerade Mal um 1 Prozent gestiegen.

Noch massiven Nachholbedarf haben die Städte im Ruhrgebiet, die fast durchweg auf den hinteren Plätzen landen. Der Strukturwandel in Düsseldorf, Dortmund und Essen ist zwar in vollem Gange, noch aber schlägt er sich nicht auf dem Arbeitsmarkt nieder. So sind Dortmund und Essen die einzigen deutschen Großstädte, in denen die Arbeitslosenquote im Boomjahr 2017 immer noch bei über 10 Prozent liegt. Selbst das Dauersorgenkind Bremen hat diese magische Marke schon vor zwei Jahren "gerissen".

"Der Karriere-Atlas soll helfen, die passende Stadt für die Berufskarriere zu finden. Sicher spielen individuelle Präferenzen bei der Städtewahl eine entscheidende Rolle, die Daten und Fakten aus unserem Städtevergleich bieten dafür eine gute Grundlage" erklärt Yourfirm-Gründer und Geschäftsführer Dirk Kümmerle.

Quelle: www.pressebox.de

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