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Lebenslauf – Dein Werdegang auf einen Blick

Der Lebenslauf ist das zentrale Dokument deiner Bewerbung, denn er gibt den Personalverantwortlichen einen Überblick über deine bisherigen Erfahrungen und Kenntnisse und zeigt ihnen so, ob du die Voraussetzungen für die vakante Stelle erfüllst. Wir zeigen dir, welche Informationen in den Lebenslauf gehören und wie du ihn am besten aufbaust.

    Überblick

    Darauf solltest du im Lebenslauf achten

    Der tabellarische Lebenslauf ist eine klare Übersicht deines Werdegangs mit allen – für die ausgeschriebene Stelle – relevanten Stationen. Häufig lesen Personaler zuerst den Lebenslauf und entscheiden dann, ob sie sich die weiteren Unterlagen wie Anschreiben oder Zeugnisse anschauen. Deshalb sollte dein Lebenslauf...

    ... klar und übersichtlich strukturiert sein

    ... vollständig und aussagekräftig sein

    ... nicht mehr als 2 DIN A4-Seiten umfassen (so kurz wie möglich, so lang wie nötig)

    Die gebräuchlichste Form ist der tabellarische Lebenslauf, der alle wichtigen Informationen bündelt und einen schnellen Überblick über die Eckdaten deines Werdegangs liefert. Man unterscheidet zwischen dem

    • chronologischen Lebenslauf, der deinen Werdegang in zeitlicher Abfolge auflistet. Diese Form ist vor allem geeignet für Schüler und Uniabsolventen, die noch nicht über viel Berufserfahrung verfügen. 

    und dem

    • antichronologischen Lebenslauf, der deine aktuelle Tätigkeit an erster Stelle aufführt. Diese Form eignet sich vor allem für Bewerber mit viel Berufserfahrung, aber auch für Young Professionals, die ihre aktuelle Tätigkeit hervorheben wollen.
    Der tabellarische Lebenslauf

    © dessauer - Fotolia.com

    Inhalt und Aufbau des Lebenslaufs

    Diese Eckpunkte sollten in jedem Falle in deinem Lebenslauf enthalten sein: 

    • Kontaktdaten 
    • Persönliche Daten
    • Schule, Ausbildung, Studium
    • Praktische Erfahrungen/Berufserfahrungen
    • Kenntnisse, Zusatzqualifikationen und wenn für die Stelle relevant: Interessen und Hobbies

    Abschließend sollte er Datum und deine Unterschrift beinhalten.

    Beim Foto auf Qualität setzen

    Das Foto als Bestandteil des Lebenslaufes ist ein umstrittenes Thema. Es liegt in deinem eigenen Ermessen, ob du ein Foto mitschickst oder nicht. Wenn du dich dafür entscheidest, investiere in ein professionelles Foto-Shooting. Solche Fotos machen einen wesentlich besseren Eindruck, als veraltete Aufnahmen. Auf keinen Fall solltest du Urlaubsbilder o.ä. nehmen, auf denen du womöglich wenig „businesslike“ gekleidet bist. Denn mit einem unprofessionellen Bild kannst du deine Chancen auf den Arbeitsplatz schnell schmälern. 

    Absolutes No-Go: 
    Den Lebenslauf verfälschen! Spätestens im Bewerbungsgespräch fällt dir die Lüge auf die Füße. Tue dir diese Peinlichkeit nicht an und überzeuge mit deinem Charakter und deinen Fähigkeiten!

    Inhalt und Aufbau

    Das gehört in deinen Lebenslauf

    Kontaktdaten

    Deine Kontaktdaten sollten gut sichtbar im Lebenslauf platziert sein – entweder im oberen Drittel oder in der Kopf- oder Fußzeile. Zu den wichtigsten Informationen zählen:

    • Vor- und Zuname
    • Adresse
    • Telefonnummer
    • E-Mail-Adresse 

    Persönliche Angaben

    Zu den persönlichen Angaben im Lebenslauf gehören dein Geburtstag und -ort. Angaben zu deiner Religion und zur Tätigkeit deiner Eltern musst du nicht machen. 

    Schule/Ausbildung/Studium

    In diesem Punkt führst du die relevanten Punkte deiner bisherigen Ausbildung auf: Links steht der Zeitraum (am geläufigsten ist hierbei: 01/2017-06/2017 oder auch Jan 2017 - Juni 2017), rechts folgt die Beschreibung. Beginne hierbei mit deinem letzten Bildungsabschluss, also beispielsweise das Studium:

    Studium

    Neben dem Zeitraum sind folgende Angaben relevant:

    • Studiengang
    • Hochschule
    • Studienschwerpunkte (wenn sie für die angestrebte Stelle relevant sind)
    • Abschluss und Note 
    • evtl. Titel der Abschlussarbeit

    Berufsausbildung

    Neben dem Zeitraum der Ausbildung solltest du folgende Angaben zu deiner Berufsausbildung machen:

    • Berufsbezeichnung
    • Ausbildungsbetrieb
    • Schwerpunkte der Ausbildung
    • Abschlussnote

    Schule 

    Hierbei geht es lediglich um deinen letzten Schulabschluss, also beispielsweise das Abitur, mit folgenden Angaben:

    • Zeitraum
    • Schulform
    • Ort/Schule
    • Abschlussnote
    • wenn für die angestrebte Stelle von Bedeutung, können auch Leistungskurse/Schwerpunktfächer genannt werden
    Das gehört in deinen Lebenslauf

    © contrastwerkstatt - Fotolia.com

    Praxiserfahrung/Berufserfahrung

    Auch hier gilt: die aktuellste Tätigkeit wird zuerst aufgeführt. Als Berufseinsteiger hast du womöglich noch keine (oder wenig) Berufserfahrung sammeln können, gebe hier also auch praktische Erfahrungen wie Praktika, Werkstudententätigkeiten, Nebenjobs etc. an, in denen du für die angestrebte Tätigkeit wertvolle Erfahrungen gesammelt hast. Wer natürlich über mehrjährige Berufserfahrung verfügt, muss auf seine Praktika aus den ersten Semestern seines Studiums nicht mehr eingehen. 

    Angaben zu deinen Tätigkeiten erfolgen in der Form:

    • Zeitraum 
    • Jobtitel/Position
    • Abteilung und Name des Unternehmens
    • ca. drei Hauptaufgaben mit kurzer Erläuterung in Stichpunkten

    Der Lebenslauf sollte – ebenso wie das Anschreiben – genau auf die Stelle, auf die du dich bewirbst, zugeschnitten sein. Fokussiere dich also auf die für die Stelle relevanten Erfahrungen.  

    Kenntnisse, Zusatzqualifikationen

    Sprachkenntnisse, Computerkenntnisse, Weiterbildungen u.ä. können für die Bewertung deiner Bewerbung wichtige Kriterien sein, da sie dich u.U. auch von anderen Bewerbern abheben. Wähle hierfür spezifische Zwischenüberschriften wie Sprachkenntnisse/Fremdsprachen, IT-Kenntnisse, etc. anstelle von "Sonstiges". 

    Deinen Angaben sollte jeweils eine Einschätzung folgen - beispielsweise kannst du deine Sprachkenntnisse durch entsprechende Sprachtests belegen, aber auch eigene Einschätzungen wie "Grundkenntnisse" oder "verhandlungssicher" sind möglich. 

    Lücke im Lebenslauf

    Wie gehe ich mit Lücken im Lebenslauf um?

    Ziel des Lebenslaufes ist es, deinen beruflichen Werdegang lückenlos und nachvollziehbar aufzuzeigen. Eine Aufgabenstellung, der man oftmals gar nicht so einfach gerecht wird. Aus verschiedensten Gründen können leicht mehrere Monate ohne Tätigkeit entstehen, doch solche Lücken im Lebenslauf sind heute keine Seltenheit mehr und mit einem souveränen Umgang sind sie auch meist wenig dramatisch.

    Von einer Lücke spricht man generell ab dem dritten Monat, alles was kürzer ist, ist wenig relevant. Zudem kann der Zeitpunkt der Lücke auch Einfluss auf die Gewichtung ausüben. So verzeiht man Absolventen eher eine längere Jobsuche als Berufserfahrenen.

    Die oberste Regel bei der gesamten Bewerbung lautet: Nicht lügen! Sollte die Lüge nämlich auffliegen, gerät man in Erklärungsnot und hinterlässt nur einen schlechten Eindruck. Auch Taktiken zur Vertuschung sind weitläufig bekannt und wecken eher das Interesse der Personaler. Deshalb sollten du nicht nur die Jahreszahlen, sondern zusätzlich die Monate angeben.

    Mit Lücken im Lebenslauf richtig umgehen

    Gründe für eine Lücke und der Umgang damit

    Häufig hat beim Thema Arbeitslosigkeit bereits die Wortwahl einen Einfluss auf die Wertung bestimmter Ereignisse. Durch Begriffe wie arbeits- oder stellensuchend nimmst du eine aktive Rolle ein und erscheinst engagierter, als wenn du dich als arbeitslos beschreibst. Bei lange andauernder Jobsuche kann auch eine Umschreibung wie „berufliche Neuorientierung“ verwendet werden. Nutze dies aber nicht nur als Phrase, sondern überlege dir plausible Antworten falls beim Bewerbungsgespräch nachgefragt wird. Bei akuter Arbeitslosigkeit bietet es sich zudem an, den Lebenslauf chronologisch zu gliedern und dadurch das Hauptaugenmerk auf Berufserfahrung und Ausbildung zu lenken.

    Bei langer Krankheit oder der Pflege eines Angehörigen sind keine ausschweifenden Erklärungen notwendig und meist auch nicht gewollt. Im Lebenslauf gibst du dies wie folgt an „03/2013–11/2013 - Erkrankung / Pflege eines Angehörigen“. Benennen musst du die Krankheit nur wenn dadurch eine Gefährdung anderer Personen möglich ist, beispielsweise bei ansteckenden Krankheiten. Es schadet zudem auch nicht anzumerken, dass die Erkrankung auskuriert ist. So kannst im Anschreiben oder im Bewerbungsgespräch darauf hinweisen, dass du wieder voll einsatzfähig bist und die Krankheit überwunden ist.

    Generell sollte die Elternzeit im Lebenslauf zu keinen Benachteiligungen führen, egal ob Mütter oder Väter diese in Anspruch nehmen. Achte aber auch hier auf die Wortwahl. Begriffe wie Babypause klingen eher nach Urlaub und Freizeit und bagatellisieren Herausforderungen und Verantwortungsübernahme. Besser eignen sich Bezeichnungen wie Erziehungszeit, Familien- oder Erziehungsarbeit.

    Lücken unbedingt sinnvoll füllen

    Nicht immer findet sich der neue Traumjob so schnell wie man es sich wünscht. Überlege dir deshalb am besten immer einen Plan B, mit dem du die entstehende Lücke sinnvoll füllen kannst. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Weiterbildung, Selbststudium, Praktika oder Sprach- und Bildungsreise. So bieten zum Beispiel Volkshochschulen und die Agentur für Arbeit verschiedenste Kurse, durch die aus dem eigentlichen Makel mitunter ein Vorteil werden kann. Denn so zeigst du Engagement und lässt dich von der Situation nicht unterkriegen – Personalverantwortliche honorieren dies.

    06/2017

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